Was wir sehen, ist nie die Wirklichkeit.
Nellja malt nicht, was ist. Sie malt den Moment, in dem eine Farbe etwas in ihr berührt, das sie nicht benennen kann und das sie deshalb malen muss.
Island hat sie nicht losgelassen. Nicht wegen der Landschaft, sondern wegen dem, was die Landschaft mit der Wahrnehmung macht. Dieses Licht, das keine Tageszeit kennt. Diese Weite, die das Denken stilllegt.
Anderswelten ist eine Einladung, die eigene Wahrnehmung zu beobachten. Nicht zu deuten, aber beobachten. Warum berührt eine Farbe? Warum löst ein Blau etwas aus, das kein Wort trifft? Die Evolution hat unsere Wahrnehmung fürs Überleben gebaut. Aber niemand hat erklärt, warum Farbharmonien uns zum Weinen bringen können.